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Was ist ein guter Community-Manager und wie finde ich ihn?

Was ist ein guter Community-Manager und wie finde ich ihn?

Was ist ein guter Community-Manager und wie finde ich ihn? #ccb09job


Das Berufsbild des Community Managers ist noch recht jung, sofern Unternehmer oder Abreitgeber wissen, dass Community Management benötigt wird, taucht die nächste Frage auf: woran liesse sich erkennen, wie gut BewerberInnen sind und wo sind sie zu finden?

Was?


Die Fertigkeiten, die Community Manager mitbringen sollten, lassen sich allgemein nur schwer beschreiben, da es auf die Ausrichtung des Unternehmens, des Produktes und der Community ankommt.

Allgemein


  • Gefühl für Stimmungen
  • Gespür für zwischenmenschliche Kommunikation
  • Gutes Informationsmanagement
  • Ausreichendes Technikverständnis für Kommunikation zwischen Community und Support bzw. Entwicklung
  • Marktkenntnis
  • Themennähe (evtl. eignen sich Mitglieder aus einer schon bestehenden Community)
  • Konfliktfähigkeit (schwer einschätzbar)
  • Authentizität
  • Rechtliches Grundwissen
  • Adäquater schriftl. Ausdruck
  • Ausbildung bzw. Referenzen prüfen: bei Studiengängen zum Community-Management kommt es oft vor, dass diese von Nicht-Community-Managern konzipiert wurden

Speziell


  • Schwerpunkte: Marketing, Psychologie, BWL (z. B. für Marketing-Measurement), PR, Forenmoderation
  • In welchem Stadium befindet sich die Community (Aufbau, Reifung)? Wass soll erreicht werden? Soll für den Anfang eher zur Anmeldung animiert werden? Soll eher innerhalb der Community überzeugt werden? Soll bei bestehenden Mitgliedern mehr Aktion angeregt werden?
  • Je nach Größe der Community: Feedback-Verarbeitung (Ticket-System), Userbefragung, Monitoring, Bloggen, Customer Care
  • Partizipation an der Produkt-Entwicklung, Einbezug in die Projektplanung
  • Fähigkeit und Erfordernis, Privatleben und berufliche Tätigkeit zu trennen
  • Referenzen
  • Unterschiedliche Communities brauchen unterschiedliche Community-Manager: Shopping-Communities, Studenten-Communities etc.

Wo?


Tendenziell ist es geschickter, einen Community-Manager aktiv zu suchen, also besser über persönliche Präferenzen selbst suchen, als z. B. Beschreibungen zu streuen.

Ein virtuelles Sammelbecken ist z. B. die XING-Gruppe des BVCM.

Eine mögliche Strategie kann es auch sein, den Community-Manager aus der Community selbst zu rekrutieren.

Auf jeden Fall ist es wichtig, die private Online-Reputation als Indikator für Konfliktfähigkeit anzuschauen. Das ist jedoch ein sehr heikler Punkt, da sich hier Privates und Berufliches stark vermischen und Konfliktfähigkeit ohnehin sehr schwer einschätzbar ist.

Wie?


Prinzipiell wird die Vermittlung von Community-Managern zu einem nicht unerheblichen Teil über persönliche Empfehlungen und Netzwerke laufen.
Um erfolgreich einen passenden Community-Manager zu finden, ist es wichtig, sich im Vorfeld klar zu werden, was genau als Arbeitsleistung erwartet wird und diese Bedürfnisse klar zu formulieren.
Bei größeren Communities ist es durchaus sinnvoll, mehrere Community-Manager für unterschiedliche Bereiche einzustellen. Wichtig ist sicher, dass genügend Spielraum vorhanden ist, um die Ideen/das Feedback der Community-Mitglieder möglichst gut und reibungslos in die Produktentwicklung aufzunehmen (Markets are conversations, Cluetrain-Manifesto). Daher kann es sinnvoll sein, dass der Community-Manager eine Schaltstelle für jeglichen Support darstellt.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Trennung zwischen Berufs- und Privatleben. Unter Umständen kann es erforderlich sein, die Identität des Community-Managers zu anonymisieren. Das hängt von der Art der Community und der Art der Aufgaben ab. Werden eher harte Skills, wie z. B. Löschen von Nutzer-Accounts verlangt, ist eine größere Diskretion für das Privatleben erforderlich. In jedem Fall dürfte es für beide Seiten hilfreich sein, den Umgang mit der Trennung zwischen privat und beruflich sowie mit Ansprachen von Community-Mitgliedern im Privatleben im persönlichen Gespräch zu erörtern.

Genauso wichtig ist es, im Voraus zu klären, was passiert, wenn der Community-Manager geht: das Berufsbild verlangt einen hohen Grad an Loyalität, entsprechend ist der Community-Manager mehr oder weniger stark emotional involviert. Die Arbeit wird fast zwangsläufig auch die eigene Netz-Identität des Community-Managers betreffen, so dass eigentlich 2 Online-Policies verabredet werden sollten. Schließlich möchten Community-Manager auch ihre eigene Netz-Identität behalten.

Fazit


Es handelt sich um eine jungen Berufszweig mit stark verschwimmenden Grenzen zwischen Persönlichkeit und beruflichen Ansprüchen. Je höher der Anspruch an Authentizität, desto wichtiger werden klare Absprachen. Community-Manager sind mehr als ehrenamtliche Moderatoren, sie sind in der Regel gut gebildete Generalisten und kommunizieren die Identität eines Unternehmens. Quasi eine Art Gastgeber oder Hausmeister bzw. Facility Manager.
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Letzte Änderung von Regine Heidorn am 04.11.2009 um 17:54

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    CommunityCampBerlin

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    Vivian Pein

  • Online seit

    23.03.2008

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  • Sprache

    Deutsch